Torreiches Spiel in Günzburg

Trotz des überragenden Wetters waren gestern Abend etwa 700 Zuschauer in die altehrwürdige Sporthalle in Günzburg gekommen, um das Freundschaftsspiel der aktuellen VfL-Mannschaft gegen FRISCH AUF! Göppingen anzuschauen. Als der VfL noch in der 1. und 2. Bundesliga spielte, gab es in der selben Sporthalle in den 80er und 90er-Jahren hitzige Derbys zu sehen. Dagegen stand gestern Abend eher der Spass am Handball im Mittelpunkt. FRISCH AUF! siegte am Ende mit 48:21, aber auch das Resultat war eher Nebensache. Beide Mannschaften boten dem Publikum sehenswerte Aktionen und Treffer am Fließband. Während FRISCH AUF! natürlich von der robusten eigenen Abwehr profitierte und so sehr viele Tempogegenstöße laufen konnte, versuchte der VfL bis zum Ende, seinen Möglichkeiten über Spielzüge in eigene Treffer umzumünzen. Die Amateure ließen nicht nach und wurden vom eigenen Publikum mit Applaus belohnt. Die FRISCH AUF!-Spieler geizten nicht mit Trickwürfen und nutzten ihre athletischen und balltechnischen Vorteile auch zu fünf Kempa-Treffern.

Der VfL Günzburg konnte bis zum 3:4 nach acht Minuten mithalten. Dann zog FRISCH AUF!, auch dank zweier Treffer des pfeilschnellen Tim Sörensen, auf 4:8 weg. Nach fünfzehn Minuten stand es bereits 5:10 und in den Folgeminuten baute der Bundesligist seine Führung mit einem 7:0-Lauf auf 5:17 (21.) aus. In die Halbzeit ging es mit einer 8:23-Führung von FRISCH AUF!. Zu diesem Zeitpunkt musste FRISCH AUF!-Spielmacher Tim Kneule bereits passen, denn er wurde wegen aufgetretener Leistenbeschwerden im restlichen Spiel geschont.

In der zweiten Halbzeit schien es möglich, dass die Grün-Weißen die Marke von 50 Treffern erreichen, aber im Zuge der Absicht, besonders trickreiche Würfe zu präsentieren, schlichen sich auch Fehlwürfe ein. Wie schon in Durchgang eins mit Joscha Ritterbach profitierten die FRISCH AUF!-Außen Marcel Schiller und Marco Rentschler auch in der zweiten Halbzeit von den vielen Kontern. Aber auch die Spieler des gastgebenden VfL drehten in der zweiten Halbzeit nochmal auf und kamen zu 11 weiteren Treffern. FRISCH AUF!-Keeper Primoz Prost spielte 60 Minuten durch, weil Daniel Rebmann wegen einer leichten Zerrung geschont werden musste und Jugendbundesliga-Keeper Magnus Riegel ebenfalls kurzfristig passen musste.

Der VfL Günzburg war ein umsichtiger Organisator des Freundschaftsspiels und das Publikum, darunter viele Jugendliche, zeigten mit ihrem Beifall, dass der Abend gelungen war. Die Autogramm- und Selfie-Jäger kamen nach dem Spiel zu ihrem Recht und belagerten die Profis auf dem Spielfeld. Die Filstalwelle hat einen Beitrag aufgezeichnet, der heute ab 18.00 Uhr im Magazin ausgestrahlt wird.

FRISCH AUF!: Prost (1.-60.); Kneule, Ritterbach 5, Heymann 5, Bagersted 2, Peric 4, Sliskovic, Sörensen 7, Schiller 12/5, Rentschler 5, Schöngarth 2, Zelenovic 4, Kozina 2.