Teamtuning, Partner des FRISCH AUF!-Nachwuchscenters: Wie kann man einen (vermeintlich) stärkeren Gegner besiegen?

Indem man die eigene Leistung voll abruft und die Leistung des Gegners schwächt.

Wie ist das steuerbar? Indem der eigene Zustand gestärkt und der Zustand des Gegners geschwächt wird.

Es gilt die Gleichung: Leistung = (Potenzial – Störung) x Zustand

Die Leistung ist das Ergebnis aus den Komponenten Potenzial, Störung und Zustand. Am Spieltag, sprich unmittelbar vor und während des Spiels, ist nur der Zustand steuerbar. Potenzial und Störung sind Parameter, die im Regelfalle Zeit brauchen, um erhöht (Potenzial) bzw. gesenkt oder eliminiert (Störung) werden zu können. Der Zustand hingegen lässt sich in jeder Sekunde steuern.

Wenn wir an dieser Stelle einmal annehmen, dass in einem Team keine Störungen vorhanden sind und der Zustand bei 100 Prozent liegt, dann entspricht die Leistung dem vorhandenen Potenzial. Auf gut deutsch: Das stärkere Team gewinnt. In der Realität entscheidet allerdings der Zustand, wie viel Prozent des vorhandenen Potenzials tatsächlich freigesetzt wird.

Angenommen Mannschaft A hat ein Potenzial von 500 und Mannschaft B von 400 Potenzialpunkten. Wenn also Mannschaft A ihr volles Potenzial ausschöpft, dann ist ein Sieg gegen Mannschaft B das Resultat. Sollte allerdings Mannschaft A an diesem Spieltag nur 70 % ihres Potenzials freisetzen und Mannschaft B 100 %, dann ergibt das

Mannschaft A: 500 x 70 % = 350 Potenzialpunkte

Mannschaft B: 400 x 100 % = 400 Potenzialpunkte

An diesem Spieltag setzt also Mannschaft B mehr Potenzial frei als Mannschaft A. Die Ursache liegt beim Zustand. Jetzt stellt sich die Frage, wie man den Zustand des Gegners herunter regeln kann (bsp.weise auf 70 %) und den eigenen Zustand bei 100 % hält?

Indem man die Regler Erregungsniveau, Emotion, Fokus und Körpersprache entsprechend einstellt. Eine Mannschaft, die es schafft über die gesamte Spielzeit bei 100 % Top-Zustand zu sein, sorgt automatisch dafür, dass der Gegner im Laufe des Spiels abbaut.

Hintergrund: Die eigene mentale Stärke schwächt den Gegner bzw. die eigene mentale Schwäche stärkt den Gegner. Das heißt, bleibt das eigene Team über 60 Minuten in einem Top-Zustand, irritiert das zum einen den Gegner, zum anderen gibt es keine mentale Schwäche, die er ausnutzen könnte.

Diese Stärke lässt sich durch die Arbeit an den Parametern Erregungsniveau, Emotion, Fokus und Körpersprache trainieren.