Trainingslager-Interview mit Felix Lobedank

Die FRISCH AUF!-Mannschaft rackert derzeit im Winter-Trainingslager in Schaffhausen in der Schweiz, um sich eine gute Form für die Rückrunde zu erarbeiten. Vor allem die Monate Februar und März haben es in sich, denn dort warten 14 Spiele in Liga und EHF-Cup auf den amtierenden Europapokalsieger. Die Zeit zwischen den anstrengenden Trainingseinheiten nutzten wir jetzt für einige Fragen an Felix Lobedank.

Interview mit Felix Lobedank

Frage: Ihr seid jetzt seit Dienstag im Trainingslager in Schaffhausen. Wie läuft es und was steht dabei so auf dem Programm?

Lobedank: Wir haben hier wirklich optimale Bedingungen zum Trainieren vorgefunden, eine gut ausgestatte Halle, kurze Wege und eine angenehme Unterkunft. Dadurch können wir uns nur auf das Training konzentrieren. Wir haben viele Einheiten mit athletischem Schwerpunkt, hinzu kommt dann natürlich auch das taktische Training. Das ist hart, muss aber sein, damit wir uns Kraft für die folgenden, intensiven Wochen holen können.

Frage: Was ist das Schlimmste in so einem Trainingslager und gibt es auch positive Seiten trotz aller Qual?

Lobedank: Das Schlimmste für mich ist irgendwann der sogenannte "Lagerkoller", abgesehen natürlich von den schweren Beinen. Aber auch der geht nach kurzer Zeit vorbei. Positiv ist, dass man sich wirklich nur auf den Sport fixieren kann und sonst alles abgenommen bekommt. Und abends macht es auch Spaß, zusammen die WM zu verfolgen.

Frage: Was sagst Du zum bisherigen Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der WM?

Lobedank: Ich bin vorsichtig optimistisch, sehe jedoch noch Steigerungsbedarf, wenn man über das Achtelfinale hinaus weiterkommen will. So oder so drücke ich Michael Haaß die Daumen und wünsche der Mannschaft natürlich viel Erfolg.

Frage: Wie siehst Du die bisherigen Leistungen von Eurem Mannschaftskapitän Michael Haaß?

Lobedank: Er muss viel arbeiten, trägt vorne wie hinten enorme Verantwortung. Aus meiner Sicht macht er seine Sache sehr ordentlich.

Frage: Am 06. Februar habt Ihr mit dem Heimspiel gegen Füchse Berlin das erste Ligaspiel im Jahr 2013 und bereits drei Tage später startet die EHF Cup Gruppenphase. Was macht für Dich die Besonderheit der Europapokal-Spiele im Vergleich zu den Auftritten in der Bundesliga aus?

Lobedank: Beide Wettbewerbe sind etwas Besonderes. Wenn ich beispielsweis an die kommenden Derbys gegen Balingen und Neuhausen denke, freue ich mich genauso darauf, wie auf die Gruppenphase im Europapokal. Die Besonderheit im europäischen Pokal sind sicherlich die Reisen, durch die wir auch immer ein wenig von anderen Ländern und Sitten mitbekommen. Ich wäre zum Beispiel in nächster Zeit nicht nach Weißrussland geflogen, wenn dort kein Spiel gewesen wäre. Im Nachhinein freue ich mich sehr über die gewonnenen Eindrücke. Aber auch der neue Modus hat seinen Reiz und ich hoffe auf die Unterstützung unserer Fans, damit wir zusammen möglichst weit kommen.

Frage: Du bist mittlerweile seit 1 1/2 Jahren bei FRISCH AUF! und hast dabei den Club und das Umfeld kennengelernt. Wie unterscheidet sich FRISCH AUF! von den anderen Clubs, bei denen Du bisher aktiv gewesen bist und was ist für Dich das Besondere an FRISCH AUF!?

Lobedank: So viele waren es ja bislang noch nicht. Ich muss sagen, dass ich viel Glück hatte mit allen drei Clubs, bei denen ich bislang spielen durfte. FRISCH AUF! hat sicherlich die größte Tradition, das spürt man auch, sobald man mit den Verantwortlichen und Fans spricht oder besser noch, ein Spiel in unserer Halle miterlebt. Das Besondere sind für mich deshalb auch unsere Heimspiele. Wenn die Halle richtig laut ist und wir, wie letztes Jahr im Halbfinale gegen die Löwen, zusammen mit unseren Fans, knappe Siege feiern können.