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Generationentreffen


Adam Weiner
Name
Uwe Rathjen
Torwart
Position
Torwart
Gdynia (Polen)
Geburtsort
Kiel
28.03.1975
Geburtstag
28.06.1943
seit Juli 2008
für FA aktiv
1968 bis 1973
ca. 20
Spiele für FA
ca. 250

Welches war Dein erstes Spiel von FA an das Du Dich bewusst erinnerst?

Uwe Rathjen: Das war 1967 und ich war Torhüter der gegnerischen Mannschaft (Birkenau) auf dem Großfeld.
Adam Weiner: Konkret kann ich das nicht sagen, aber als Torhüter von Wilhelmshaven hatte ich zu dieser Zeit immer positive Gedanken im Zusammenhang mit FA, da Wilhelmshaven regelmäßig die Spiele gewonnen hat.


Welches war Dein erstes Spiel im Trikot von FRISCH AUF! Göppingen?

Uwe Rathjen: 1968 gegen Ansbach auch auf dem Großfeld.
Adam Weiner: Im September 2008 beim Saisonauftakt gegen Gummersbach.


Was war Dein schönster Moment in Deiner Zeit bei FRISCH AUF! Göppingen?

Uwe Rathjen: Der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1970.
Adam Weiner: Für einen ganz speziellen „schönsten Moment“ bin ich noch nicht lange genug in Göppingen. Aber was ich als sehr schön empfunden habe, war der gute Empfang in Göppingen und die schnelle Integration in die Mannschaft.


Hattest bzw. hast Du bestimmte Rituale vor dem Spiel?

Uwe Rathjen: Ich habe immer weiße Socken getragen und musste klitschnass geschwitzt sein.
Adam Weiner: Ich trage meine Lieblingsklamotten (die noch nicht ganz kaputt sind) und ziehe diese immer in der gleichen Reihenfolge an.


Was erwartet Ihr von der umgebauten EWS Arena?

Uwe Rathjen: : Eine hervorragende Stimmung wie sie typisch ist für Göppingen.
Adam Weiner: Eine bessere Stimmung, mehr Atmosphäre da die Zuschauer viel dichter am Spielfeld sitzen als in Stuttgart und ein achter Mann für die Mannschaft sein werden. Ein weiterer sehr großer Vorteil wird sein, dass dann wieder an einem Ort zu einheitlichen Zeiten trainiert werden kann. Momentan pendeln wir zwischen 5 oder 6 Hallen und auch die Trainingszeiten wechseln ständig.


Wie beurteilt Ihr die Entwicklung von FRISCH AUF! Göppingen in den letzten Jahren?

Uwe Rathjen: Die Entwicklung ist absolut positiv, die Arbeit der letzten Jahre beginnt Früchte zu tragen, vor allem seit Petkovic Trainer in Göppingen ist.
Adam Weiner: Aus der Ferne war Göppingen für mich immer ein solider (schwäbischer) Verein mit großer Tradition. Ich hatte sportlich in den letzten Jahren aber immer den Eindruck, dass FA eine gute Vorrunde und eine schwächere Rückrunde spielt. Ich hoffe das wird sich dieses Jahr ändern.


Wo führt der Weg von FRISCH AUF! Göppingen in den nächsten Jahren hin?

Uwe Rathjen: Es ist wichtig, dass der Verein gesund bleibt und weiter gut geführt wird. Wenn der eingeschlagene Weg ruhig weitergeführt wird, kann sich FA unter den ersten sechs etablieren und im Europapokal mitspielen.
Adam Weiner: Momentan wird viel Geld in den Handballsport gepumpt, allerdings nicht gleichmäßig sondern nur bei bestimmten Clubs. Es ist unklar wie die Entwicklung weitergeht, momentan gilt häufig der Grundsatz „Geld wirft Tore“. Das macht eine Prognose schwierig.


Wo wird der Weg des Handballsports allgemein hinführen?

Uwe Rathjen: Früher wurde Handball von den kleinen Vereinen auf dem Land dominiert, heute geht der Trend in Richtung „Hollywood“ und somit fast automatisch in Richtung Großstädte. Die kleineren Traditionsvereine müssen sich mächtig anstrengen um nicht unter die Räder zu kommen.
Adam Weiner: Handball in Deutschland lebt für mich von seiner Tradition, so wie in Göppingen. In den Großstädten geht es um Geld und Geschäft, die Tradition spielt keine Rolle. Ich glaube nicht, dass die Zukunft des Handballs nur in den großen Städten mit den riesigen Arenen liegt. Die Großstadt-Projekte müssen ihre langfristige Leistungsfähigkeit erst noch beweisen.


Welche Interessen verfolgt Ihr über den Handballsport hinaus?

Uwe Rathjen: Ich bin nach wie vor sportlich aktiv, z.B. beim Tennis oder beim Fußballspielen. Darüber hinaus engagiere ich mich stark für die Jugendförderung.
Adam Weiner:  In Wilhelmshaven bin ich sehr gerne surfen gegangen, was hier natürlich nicht geht. Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Nachdem wir jetzt in unmittelbarer Nähe von einem Golfplatz wohnen, fange ich vielleicht mit dem Golf spielen an, erste Erfahrungen damit habe ich bereits in Wilhelmshaven gemacht.


Wie sieht Eure weitere Lebensplaung aus?

Uwe Rathjen: Mit 66 Jahren da fängt das Leben an...
Adam Weiner: Ich habe soviel Spaß am Handball, dass ich diesen Beruf solange wie möglich ausüben möchte. Als Torwart kann man ja relativ lange spielen. Was danach kommt kann ich heute noch nicht sagen, wir wissen heute auch noch nicht ob wir in Deutschland bleiben werden oder zurück nach Polen gehen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle und manches wird sich mit der Zeit bestimmt ergeben.

Die Evergreens bedanken sich bei Uwe Rathjen und Adam Weiner ganz herzlich für das Gespräch.