
| Michael Schweikardt |
Name
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Erwin Singer
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| Rückraum Mitte |
Position
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Rückraum Mitte
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| Waiblingen |
Geburtsort
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Ulm
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| 07.03.1983 |
Geburtstag
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23.05.1939
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| seit 2003 |
für FA aktiv
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1949 bis 1967 (Spieler) und 1973 bis 1975 (Trainer)
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| ca. 220 |
Spiele für FA
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Unzählige
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Erwin Singer: Das war 1949, ich war gerade 10 Jahre alt, ein Feldhandballspiel gegen Hamburg vor zigtausenden Zuschauern, das leider verloren wurde. Michael Schweikardt: Das erste Spiel das ich bewusst gesehen habe, war auf einer Videokassette meines Vaters. Es handelte sich um das Meisterschaftsfinale von Frisch Auf 1972 gegen Gummersbach. Live dabei in der Hohenstaufenhalle war ich dann zum ersten Mal irgendwann zu Zweitliga-Zeiten.

Erwin Singer: Meine Premiere in der 1. Mannschaft hatte ich 1958 bei einem Feldhandballspiel gegen den Turnerbund Esslingen. In diesem Jahr wurden wir dann gleich süddeutscher Meister. Michael Schweikardt: In der Saison 2003/2004 das zweite oder dritte Saisonspiel gegen Nordhorn und ich warf mein erstes Bundesligator gegen Peter Gentzel.

Erwin Singer: Das waren sehr viele, zum Beispiel die Meisterschaften 1961 und 1965. Aber auch viele tolle Europa-Cup Spiele und gemeinsame Fahrten. Ein ganz besonderes Spiel, nicht unbedingt mein schönstes sondern eher mein schwierigstes, war 1961. Mein Bruder Horst spielte zu dieser Zeit bei der Turnerschaft Göppingen und im Finale um die württembergische Meisterschaft kam es dann zum Duell mit Frisch Auf. Ich habe die Aufgabe bekommen meinen Bruder in Manndeckung zu nehmen, natürlich eine sehr undankbare Aufgabe. Michael Schweikardt: Das Europa-Cup Jahr 2005/2006 mit den Reisen und dem Einzug ins Finale, aber auch einzelne andere Spiele wie z.B. den Sieg gegen den THW Kiel vor einigen Jahren.

Erwin Singer: Nein, ich hatte keine Rituale vor dem Spiel. Michael Schweikardt: Kleinigkeiten, ich trage nach einem Sieg beim nächsten Spiel immer das gleiche T-Shirt unter dem Trikot und höre auf der Fahrt zur Halle immer dieselbe Musik.

Erwin Singer: Das Spiel ist heute viel schneller und dynamischer, dazu kommt die körperliche Komponente (Anmerkung: Erwin Singer war zu seiner Zeit mit 1,86 m einer der größten Spieler, Michael Schweikardt ist heute mit 1,90 m einer der kleinsten Spieler). Für mich war der Handball früher schöner anzusehen, dafür bietet er heute mehr Spannung. Michael Schweikardt: Die Athletik ist sicherlich viel wichtiger als früher, ich denke aber, dass im modernen Handball auch spielerisch noch einiges möglich ist, wenn momentan auch etwas der körperliche Handball dominiert.

Erwin Singer: Die Halle ist ein echtes Schmuckkästchen geworden! Man ist behutsam mit der Bausubstanz umgegangen und hat eine EWS-Arena bekommen ohne die Hohenstaufenhalle aufzugeben. Ich habe mich stark für den Bau eingesetzt, auch gegen viele Widerstände und muss auch sagen, dass ohne die Initiative von Frisch Auf die Halle wohl nicht auf den Weg gebracht worden wäre. Michael Schweikardt: Am Anfang war ich skeptisch, da ich einfach die alte Hohenstaufenhalle noch im Kopf hatte. Das Ergebnis ist aber sehr positiv, da moderner größer und einfach zeitgemäßer. Ich habe mich auf jeden Fall schnell in der EWS-Arena eingelebt.

Erwin Singer: Es war Mitte der 90iger Jahre nicht gut um FA bestellt, bis Gerd Hofele und Andreas Schweickert das Ruder übernahmen. Seither haben wir eine kontinuierlich positive Entwicklung, sowohl sportlich als auch finanziell. Michael Schweikardt: Das sehe ich genau so. Es gibt praktisch jährlich Verbesserungen, so wäre es vor nicht allzu langer Zeit noch nicht möglich gewesen Nationalspieler wie Michael Haaß und Lars Kaufmann nach Göppingen zu holen.

Erwin Singer: Es ist wichtig das sich die Mannschaft so positiv weiterentwickelt wie zuletzt. Punktuelle Verstärkungen, das heranführen von jungen Talenten, die sehr gute Arbeit von Trainer Petkovic, eine positive Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld, das sind die Faktoren die FA durchaus wieder zu einem Titel führen können. Michael Schweikardt: Ein Titel wäre natürlich schön und vielleicht ergibt sich schon in dieser Saison die Möglichkeit im Europapokal. Sich in der Liga gegen Kiel, Hamburg und Mannheim durchzusetzen ist momentan kaum möglich, aber wenn die positive Entwicklung weitergeht, sehe ich durchaus Chancen einen Pokal-Titel zu gewinnen.

Erwin Singer: Skifahren, Konzerte/Theater besuchen, 29 Jahre im Gemeinderat, Bücher geschrieben, in der Jugendarbeit engagiert, in Sportwissenschaften promoviert und vieles mehr. . Michael Schweikardt: Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie und Freunden, interessiere mich für alle möglichen Sportarten und auch sehr für Musik. Insgesamt genieße ich die Möglichkeiten die mir das Profihandballerdasein ermöglicht.

Erwin Singer: Ich hoffe natürlich noch mindestens 10 Jahre gesund zu bleiben um mich meiner Familie und vor allem meinen Enkeln widmen zu können. Ich habe inzwischen mehr Zeit und suche momentan ein neues Betätigungsfeld, vielleicht im sozialen Bereich.. Michael Schweikardt: Gerne würde ich noch rund 6 Jahre als Profi Handball spielen. Ob dies auch in den nächsten Jahren in Göppingen sein wird ist momentan noch offen, wird sich aber in den nächsten ein bis zwei Monaten entscheiden.

Erwin Singer: Die Mannschaft ist eine homogene Truppe, das ist sehr wichtig, versucht das beizubehalten und auch, Euch kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Michael Schweikardt: Wenn die Mannschaft gewinnt ist alles gut. In schwierigen Situationen wünscht man sich natürlich mehr helfen zu können. Insgesamt würde ich aber sagen, das ein Profi-Sportler mit dem erreichten nie zufrieden sein sollte.
Die Evergreens bedanken sich bei Erwin Singer und Michael Schweikardt ganz herzlich für das Gespräch.
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