
| Christian Schöne |
Name
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Joachim Waibel
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| Rechtsaußen |
Position
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Rechtsaußen
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| Halle / Saale |
Geburtsort
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Göppingen-Bartenbach
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| 23.02.1981 |
Geburtstag
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19.04.1966
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| seit 2005 |
für FA aktiv
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1985 bis 1990
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| ca. 120 |
Spiele für FA
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ca. 120
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Joachim Waibel: Das war mit 13 oder 14 Jahren, ich habe eine Karten von Horst Singer für die Stehplätze hinter dem Tor bekommen. Christian Schöne: Mit Magdeburg habe ich einige Male gegen FRISCH AUF! gespielt, jedoch war FRISCH AUF! für mich ein ganz normaler Gegner und ich habe keine besondere Erinnerung an die Spiele. Mein erstes bewusstes Spiel von FRISCH AUF! war das Pokal-Viertelfinale 2005 in Hildesheim, zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Vertrag mit FRISCH AUF! bereits unterschrieben und da der Weg von Magdeburg nach Hildesheim nicht allzu weit ist, habe ich mir das Spiel als Gast angesehen.

Joachim Waibel: Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Christian Schöne: Der erste Spieltag der Saison 2005/2006 zu hause gegen Hamburg und wir haben 33:26 gewonnen. Daran habe ich sehr positive Erinnerungen.

Joachim Waibel: Mein erstes Spiel in der Ostseehalle in Kiel, bei dem Gedanken daran bekomme ich noch heute eine Gänsehaut. Die Halle, die Fans, die Stimmung, das war damals einmalig. Wir lagen zu Beginn des Spiels 0:9 im Rückstand und als wir dann das erste Tor gemacht haben, hat uns die ganze Halle lautstark applaudiert. Christian Schöne: Ich möchte keinen einzelnen Moment nennen, sondern die ganze Europa-Pokal-Saison 2005/2006. Das war für Mannschaft, Verein, Fans und das gesamte Umfeld etwas ganz besonderes und es herrschte ein tolles Gefühl der Zusammengehörigkeit. Vor allem an das Halbfinale gegen Creteil und die anschließende Feier, teilweise zusammen mit den Franzosen, erinnere ich mich noch gut und gerne.

Joachim Waibel: Nein, ich hatte kein besonderes Ritual. Christian Schöne: Na ja, ein Ritual habe ich nicht wirklich, aber der Ablauf am Spieltag läuft bei mir eigentlich immer gleich ab. Z.B. versuche ich mittags vor dem Spiel zwei Stunden zu schlafen, es ist aber kein Aberglaube damit verbunden. Ein allgemeines Ritual ist vielleicht, dass ich immer zuerst mit dem rechten Fuß aufstehe, allerdings jeden Tag, egal ob ein Spiel ist oder nicht.

Joachim Waibel: Neben dem Wandel vom Amateur- zum Profi-Sport, ist das Spiel wesentlich körperlicher und schneller geworden. Christian Schöne: Dadurch ist natürlich auch die Beanspruchung des Körpers größer und Athletik und Fitness haben einen höheren Stellenwert.

Joachim Waibel: Mehr Stimmung und mehr Zuschauer, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass FRISCH AUF! langfristig in Stuttgart mehr wirtschaftliche Möglichkeiten gehabt hätte. Wobei sich durch die Erweiterung der Halle in Göppingen natürlich auch neue Möglichkeiten der Vermarktung ergeben werden. Christian Schöne: In Stuttgart lief und läuft es zwar nicht schlecht und die Mannschaft hat den Spielort Stuttgart ganz gut angenommen, trotzdem ist das Team sehr froh über die baldige Rückkehr nach Göppingen und inzwischen auch richtig heiß auf die Spiele in der umgebauten EWS-Arena. Ich erwarte mir eine Mischung aus Schmuckkästchen und Hexenkessel mit dem entsprechenden Druck auf den Gegner.

Joachim Waibel: Die Entwicklung ist absolut positiv, die Arbeit der letzten Jahre beginnt Früchte zu tragen, vor allem seit Petkovic Trainer in Göppingen ist. Christian Schöne: Aus der Ferne war Göppingen für mich immer ein solider (schwäbischer) Verein mit großer Tradition. Ich hatte sportlich in den letzten Jahren aber immer den Eindruck, dass FA eine gute Vorrunde und eine schwächere Rückrunde spielt. Ich hoffe das wird sich dieses Jahr ändern.

Joachim Waibel: Die neue Halle ist ein weiterer Schritt nach vorne und ich glaube, dass sich FRISCH AUF! im vorderen Drittel der Tabelle etablieren kann. Christian Schöne: Ich denke der Weg der kleinen, nachhaltigen Schritte ist auch für die Zukunft der richtige Weg. Dadurch darf man zwar keine Wunder erwarten, aber man muss auch keine Angst vor einem Zusammenbruch haben.

Joachim Waibel: Der Weg in die Großstädte wird anhalten und sich vielleicht sogar noch verstärken. Die aktuelle Wirtschaftkrise ist vielleicht sogar eine Chance für den Handball, zumindest im Zuschauer-Bereich. In schwierigen Zeiten suchen viele Leute verstärkt nach Ablenkung von den täglichen Sorgen. Stichwort: Brot und Spiele. Christian Schöne: Die Entwicklung vom „Dorfsport“ zum Event in großen Hallen wir anhalten und ich glaube auch teilweise nachhaltig sein. Die Voraussetzungen dafür sind z.B. durch die erhöhte Medienpräsenz auf jeden Fall geschaffen. Die Gefahr in den Großstädten ist jedoch, dass bei Erfolglosigkeit das Interesse des „Event-Publikums“ schnell erlischt.

Joachim Waibel: Sollten in den nächsten Wochen nicht noch gravierende Dinge herauskommen und beweisbar sein, werden sich die negativen Auswirkungen für den Handballsport in Grenzen halten. Im Idealfall ist die Geschichte bis zum Start der neuen Saison wieder vergessen, da bereits wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Christian Schöne: Aus meiner Sicht kommt bei der ganzen Sache nicht mehr viel Beweisbares raus und nach dem Rücktritt von Uwe Schwenker wird das ganze im Sande verlaufen. Ich sehe das Problem sowieso eher auf internationaler als auf nationaler Ebene. Schiedsrichter-Bestechungen in der Bundesliga kann ich mir absolut nicht vorstellen.

Joachim Waibel: Ich bereite mich auf die Rente vor (lacht)! Im Ernst, ich arbeite für Wüstenrot in Ludwigsburg und bin dort zeitlich ziemlich eingespannt. Als Ausgleich spiele ich sehr gerne Tennis. Früher habe ich noch Jugend-Handball-Mannschaften trainiert, dazu fehlt mir momentan leider die Zeit, wobei ich das gerne wieder machen würde. Christian Schöne: Jetzt natürlich meinen Sohn! Neben dem Handball bleibt wenig Zeit für andere Sportarten, im Urlaub spiele ich aber schon auch mal Tennis. Viel Freizeit habe ich in den letzten Jahren auch in mein Studium gesteckt (internationale BWL), das ich diesen Sommer abschließen werde. Nach meiner aktiven Handballzeit könnte ich mir einen Beruf in der Finanzwelt vorstellen. Ganz sicher werde ich aber kein Schiedsrichter und kein Trainer.
Die Evergreens bedanken sich bei Joachim Waibel und Christian Schöne ganz herzlich für das Gespräch.
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