
Generationentreffen
Welches war Dein erstes Spiel von FA an das Du Dich bewusst erinnerst?Edwin Vollmer: 1946 das Derby gegen die Turnerschaft auf dem Großfeld. Welches war Dein erstes Spiel im Trikot von FRISCH AUF! Göppingen?Edwin Vollmer: Als Aktiver müsste das 1953 gegen Oßweil gewesen sein. Was war Dein schönster Moment in Deiner Zeit bei FRISCH AUF! Göppingen?Edwin Vollmer: Da gab es einige, besonders aber sicher die erste Meisterschaft 1954 und der erste Europapokal-Sieg 1960. Hattest bzw. hast Du bestimmte Rituale vor dem Spiel?Edwin Vollmer: Nein, überhaupt nicht. Handball früher und heute, was sind die signifikantesten Unterschiede?Edwin Vollmer und Velimir Petkovic: : Eigentlich lässt sich das nicht miteinander vergleichen, die Veränderungen sind riesig. Von einem reinen Amateursport mit teilweise schlechten oder gar widrigen Umständen ist ein absoluter Profisport mit immer besseren Rahmenbedingungen geworden. Für den Zuschauer lässt sich das am einfachsten an der Athletik und der Geschwindigkeit der Spieler und des Spiels feststellen. Wie beurteilt Ihr die Entwicklung bei FA in den letzten 15 Jahren?Edwin Vollmer: Die ist sehr positiv zu bewerten, sowohl auf dem Spielfeld als auch im Umfeld. Vor allem die Verpflichtung von Petko hat dem Ganzen noch mal einen Schub gegeben, es wird kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet. Wo führt der Weg von FRISCH AUF! Göppingen in den nächsten Jahren hin?Edwin Vollmer: Da können die finanziellen Ressourcen eine große Rolle spielen. Mit den aktuellen Möglichkeiten und der vorhandenen Mannschaft ist eventuell ein 4. Platz und mit viel Glück auch mal ein 3. Platz möglich, dazu muss aber alles klappen und es müssen Gegner schwächeln. Ansonsten ist das bisher erreichte bereits ein großer Erfolg, und wenn dieses Niveau gehalten werden kann, wäre das toll. Welche aktuellen Trends seht Ihr im Handball-Sport?Edwin Vollmer: Grundlegende Veränderungen sehe ich nicht, wobei ich mir manchmal wünsche, dass das Regelwerk einfacher und transparenter werden würde. Vielleicht werden die Deckungsreihen wieder flexibler und spielen nicht nur ein System. Gummersbach hat das mit Erfolg gegen den HSV praktiziert. In den Hallen ist leider zunehmend ein aggressives Verhalten von Fans zu hören und zu sehen. Manche sehen darin eine Entwicklung zu Fußballverhältnissen. Wie beurteilt Ihr diese Entwicklung?Edwin Vollmer: Ich denke die zunehmende Aggressivität ist ein allgemeines Problem, welches auch vor den Handball-Hallen nicht haltmacht. Die Vereine sollten diese Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls auch einschreiten. Welche Interessen verfolgt Ihr über den Handballsport hinaus?Edwin Vollmer: Ich genieße meinen Ruhestand, spiele Tennis, fahre Ski und Rad, verbringe Zeit mit der Familie und treffe mich auch noch regelmäßig mit meinen Handball-Kameraden. Frage von Petkovic an Vollmer: Wann waren Sie das letzte Mal in der Halle?Edwin Vollmer: Am 12. März waren wir (die Europapokalsieger von 1960) vom Hauptverein zum Heimspiel gegen Wetzlar eingeladen. Ansonsten bin ich nicht oft in der Halle, da es Unstimmigkeiten aus der Vergangenheit gibt, die bis heute nachwirken. Ich verfolge die Leistung der Mannschaft mit Interesse aber eher aus der Ferne. Frage von Vollmer an Petkovic: Wäre der THW oder HSV eine Aufgabe für Sie?Velimir Petkovic: Das ist eine schwere Frage. Das sind die besten Vereine in Deutschland und mit die besten Vereine in Europa. Jeder Trainer träumt davon einmal solche Möglichkeiten zu haben, aber jeder Trainer weiß auch, wie gefährlich dieser Posten bei einem solchen Verein sein kann. Ich bin sehr zufrieden in Göppingen und sehe hier noch großes Entwicklungspotenzial. Die Saison ist noch nicht ganz zu Ende, aber man kann schon jetzt von einer erfolgreichen Saison sprechen. Wie seht Ihr das?Edwin Vollmer: Egal ob am Ende der 5. oder der 6. Platz steht, das ist ein hervorragendes Ergebnis, mit dem man sehr zufrieden sein kann. Wie lautet Eure Prognose für die kommende Saison?Edwin Vollmer: Es sind viele junge Leute in der Mannschaft, die noch Entwicklungspotenzial haben. Deshalb sehe ich auch der nächsten Saison mit Zuversicht entgegen. Das vollständige Interview finden Sie unter www.evergreen-gp.de |