
Generationentreffen
Wo bzw. wie habt Ihr den Sieg des EHF-Pokals erlebt?Bernd Vollmer: Das Hinspiel habe ich Live gesehen und nicht daran geglaubt, dass der Vorsprung reicht. Das Rückspiel konnte ich leider nicht direkt verfolgen, habe aber sobald wie möglich zu Hause in den Videotext geschaut und mich sehr über das Ergebnis gefreut. Wie schätzt Ihr diesen Titelgewinn ein?Bernd Vollmer: Dieser Titel ist enorm wichtig, er ist das Tüpfelchen auf dem i und die Krönung und Bestätigung der Arbeit der letzten Jahre. Frisch Auf! und die Region wird davon profitieren. Ihr habt beide auch eine Essener Vergangenheit, seid Ihr Euch dort begegnet?Bernd Vollmer: Zum ersten mal begegnet sind wir uns erst im Juli 2009 beim Abschiedsspiel von Volker Michel und Mark Dragunski. In meiner aktiven Zeit in Essen (1994-1998) war Michael noch zu jung, um mir bewusst zu begegnen. Welches war Euer erstes Spiel von FAG (passiv) an das Ihr Euch erinnert?Bernd Vollmer: Das war ein Spiel irgendwann Anfang der 1980iger Jahre und Gegner war der VFL Fredenbeck. Welches war Dein erstes Spiel im Trikot von FRISCH AUF! Göppingen?Bernd Vollmer: Das war 1989 mein erstes Punktspiel in der 2. Liga Süd gegen Rintheim. Was war Dein schönster Moment in Deiner Zeit bei FRISCH AUF! Göppingen?Bernd Vollmer: Insgesamt war das natürlich eine schwierige Zeit, in der ich bei FA gespielt habe. Es gab aber trotzdem schöne Momente, so z.B. ein Auswärtssieg in Aue, mit dem wir damals den Nichtabstieg erkämpft haben. Welches war Euer schlimmster Moment in der Zeit bei FA?Bernd Vollmer: Ganz klar der sportliche Abstieg in die Regionalliga, der nur durch die Spielgemeinschaft mit Scharnhausen verhindert werden konnte. Wie beurteilt Ihr die Entwicklung von FA in den letzten 15 Jahren?Bernd Vollmer: Es wurde über die Jahre mit seriöser Arbeit eine gesunde Basis geschaffen, auf der heute professionell gearbeitet werden kann. Das ist eine tolle Leistung. Wo kann der Weg von FA in den nächsten Jahren hinführen?Bernd Vollmer: Sportlich noch weiter nach vorne zu kommen wird extrem schwierig, das ist einfach auch eine Frage des Etats und da bewegen sich Kiel, Hamburg und Mannheim einfach in einer anderen Welt. Eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau würde ich schon als Erfolg sehen, bei zu hohen Erwartungen besteht ansonsten auch schnell die Gefahr von Enttäuschungen. Habt bzw. hattet Ihr bestimmte Rituale vor dem Spiel?Bernd Vollmer: Ja, ein ganz einfaches. Ich habe immer zuerst den rechte Schuh und den Knieschoner angezogen. Was macht Bernd Vollmer heute beruflich und welche Perspektiven sieht Michael Haaß nach seinem Karriereende?Bernd Vollmer: Ich habe mich erst vor einem Jahr selbstständig gemacht und bin als Führungskräftecoach tätig. Wie jeder frisch gebackene Selbstständige bin ich dadurch momentan natürlich ziemlich eingespannt. Welche Interessen verfolgt Ihr neben dem Handballsport?Bernd Vollmer: Da spielt natürlich meine Tochter eine ganz zentrale Rolle. Sportlich halte ich mich im Fitnessstudio und durch laufen fit. Dazu kommt die intensive Lektüre von Fachbüchern und ich versuche mich am kochen. Bernd Vollmer fragt Michael Haaß: Wie hast Du Dich als Ruhrpottler auf die Schwaben eingestellt?Michael Haaß: Das ging erstaunlich gut. Der Ruf der Schwaben ist ja nicht unbedingt der Beste, ich kann die gängigen Vorurteile aber nicht bestätigen. Michael Haaß fragt Bernd Vollmer: Wie hat Dir Deine Zeit in Essen gefallen?Bernd Vollmer: Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Die Menschen dort sind wesentlich direkter wie die Schwaben, und der Ruhrpott ist definitiv viel besser und schöner als sein Ruf. Eure Prognose für die Saison 2011/2012?Bernd Vollmer: Ich sehe eine große Homogenität in der Truppe, deshalb ist jeder Spieler zu ersetzen. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund die Ziele nach unten zu korrigieren, jedoch sollte man auch nicht zu viel erwarten. Das vollständige Interview finden Sie unter www.evergreen-gp.de |