Der Europapokal bleibt in Göppingen!!!

Füchse Berlin - FRISCH AUF! 22:30 (13:15)

Im Finale kamen die allgemein als Favorit gehandelten Füchse Berlin zunächst besser ins Spiel und gingen mit 3:1 in Führung. FRISCH AUF! kam dann nach Treffern von Zarko Sesum und Manuel Späth besser ins Spiel und konnte durch einen Treffer nach Tempogegenstoß durch Christian Schöne auf 5:4 verkürzen. Als kurze Zeit später Lars Kaufmann mit zwei Treffern in Folge ausglich, wendete sich das Blatt. Marcel Schiller markierte die erste FRISCH AUF!-Führung und Füchse-Coach Velimir Petkovic zückte den grünen Karton. Die Grün-Weißen blieben aber am Drücker und erhöhten durch Treffer von Lars Kaufmann, Marcel Schiller und Tim Kneule auf 8:11 (22.). Die höchste Führung der 1. Halbzeit betrug 9:13 nach Treffern von Adrian Pfahl und erneut Tim Kneule. Kurze Zeit später musste Tim Kneule schon zum zweiten Mal für 2 Minuten vom Feld. Die Füchse nutzten diese Strafzeit und kamen auf 12:13 (29.) heran. Treffer von Lars Kaufmann und Christian Schöne, der nach schneller Mitte kurz vor der Pausensirene erfolgreich war, brachten den 13:15 Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, bei dem die FRISCH AUF!-Führung stets um 3 bis 4 Treffer herum pendelte. Marcel Schiller, Lars Kaufmann und Adrian Pfahl waren die Göppinger Torschützen in dieser Phase. Eine Zweiminutenstrafe gegen Manuel Späth überstand FRISCH AUF! unbeschadet, weil der ohnehin bestens disponierte Primoz Prost hielt und Lars Kaufmann nach feinem Doppelpass mit Adrian Pfahl zum 17:21 einnetzte. Zarko Sesum und Adrian Pfahl trafen bis zum 19:23 und Berlin nahm die zweite Auszeit. Aber erneut konnten die Gäste davon nicht profitieren und die Grün-Weißen gingen durch einen Megadreher von Daniel Fontaine auf 19:24 davon. Die Füchse waren jetzt schwer beeindruckt und mussten nach zwei weiteren Treffern von Daniel Fontaine gar einen 20:26-Rückstand beklagen. Berlin setzte jetzt alles auf eine Karte und spielte fortan mit 7 Feldspielern. Zarko Sesum bestrafte dies nach Ballgewinn mit dem 20:27-Treffer ins leere Tor. Beim 20:28 durch Daniel Fontaine war das Spiel entschieden. Der Sieg kam nicht mehr in Gefahr und fiel auch in dieser Höhe, am Ende hieß es sage und schreibe 22:30, korrekt aus.

FRISCH AUF! hat wie schon vor Jahresfrist in Nantes ein magisches Wochenende erwischt, zwei tolle Spiele abgeliefert und sich am Sonntag im Finale nochmals gesteigert. Die gesamte Mannschaft hat ohne Ausnahme ihr Leistungsvermögen vollständig abgerufen und das Wechselspiel der Unterstützung mit den eigenen Fans war vorbildlich. FRISCH AUF! gewinnt damit zum vierten Mal innerhalb von 7 Jahren den EHF Cup und kann mit dem heutigen Sieg auch den EHF Cup im neuen Format verteidigen. Göppingen hat einen hochwertigen Event erlebt und der Titelgewinn entschädigt alle Mitarbeiter und Helfer in der Organisation für den unvorstellbaren Aufwand, ohne den eine solche tolle Großveranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic: "Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt hier. Wir waren weit weg von dem, was wir können. Ich habe meiner Mannschaft versucht zu vermitteln, wie schwer es sein wird, hier zu spielen. In dieser Halle ist es sehr schwer, vor allem bei dieser Stimmung, die sich FRISCH AUF! mit der gestrigen Leistung verdient hatte. Unsere Leistungsträger sind zum Teil sehr jung und ihnen fehlt dieser Erfahrungswert.

FRISCH AUF!-Trainer Magnus Andersson: "Ich bin so stolz auf meine Mannschaft, vor allem wenn man bedenkt, wie schwer es für uns war aufgrund der letzten Monate. Wir müssen jedem in der Halle danken für die tolle Unterstützung. Der Titelgewinn gebührt daher nicht nur dem Team, sondern allen die uns unterstützen. Lars Kaufmann, der neben mir sitzt (Anm. d. Red.: in der Pressekonferenz), hat ein so tolles Spiel geliefert, das war sehr wichtig für uns."

Füchse: Heinevetter, Stochl; Wiede 1, Elisson 2, Struck, Gojun 1, Nenadic P. 7, Tönnesen, Plaza, Lindberg 7, Zachrisson, Fäth 3, Reißky, Kozina 1, Nenadic D., Drux.

FRISCH AUF!: Prost, Rutschmann; Kneule 2, Braun, Schöne 3, Späth 2, Heymann, Barud, Sesum 2, Fontaine 4, Kaufmann 8, Berg, Schiller 6, Pfahl 3.

Strafen: 3/4

Zuschauer: 4500

Schiedsrichter: Mazeika / Gatelis (LTU)

Weitere Infos: Hans Lindberg ist der Torschützenkönig des EHF Cups 2016/17. Primoz Prost wurde zum beste Torhüter der LIQUI MOLY EHF Cup Finals 2017 bestimmt. Lars Kaufmann wurde für seine Finalleistung zum MVP des Turniers gewählt.

Ergebnis im Spiel um den dritten Platz: Saint-Raphael Var Handball - SC Magdeburg 31:32 n.V. (12:13, 27:27)