FRISCH AUF! - Die Zukunft liegt in der Vergangenheit

Elf Mal war FRISCH AUF! im vergangenen Jahrhundert Deutscher Meister, zweimal Europapokalsieger. Die Kempa-Buben haben in den 50er- und 60er-Jahren ganze Arbeit geleistet und den Grundstein zur Legendenbildung gelegt. 1970 und 1972 nochmals zweimal Meister, hielt sich FRISCH AUF! in den 80er-Jahren mit dem bis heute unerreichten Torschützenkönig Jerzy Klempel bis 1989 im Handball-Oberhaus. Vier Jahrzehnte Spitzenhandball waren geprägt von spannenden Spielen, ausverkauften Hallen und großen Persönlichkeiten. Bernhard Kempa war der Vater, in dessen Fußstapfen erfolgreich Söhne wie etwa Gerhard Grill, Horst Singer, Peter Bucher und Uwe Rathjen traten. An diese Zeit knüpfte FRISCH AUF! ab dem Wiederaufstieg in die 1. Liga im Jahr 2001 an. Nach einer Phase der Etablierung in der „besten Liga der Welt“ gelingen in den Jahren 2011, 2012, 2016 und 2017 vier Europapokalsiege, mit denen die Brücke zu den Erfolge des letzten Jahrhunderts endgültig geschlagen ist.

1945

Nachdem wie überall der Sport während des Krieges ein Schattendasein geführt hatte, begann der praktische Arzt  Dr. Heinrich Zeller bereits kurz danach im Herbst 1945 damit, als Jugendleiter eine Jugendmannschaft aufzubauen.

1947

Parallel zu dieser guten Jugendarbeit von Dr. Zeller war Bernhard Kempa 1947 nach Göppingen gekommen und hatte das Training der aktiven FRISCH AUF! -Mannschaft übernommen.
Bernhard Kempa wurde 1920 in Oppeln in Oberschlesien geboren. Bereits dort war er wie seine beiden älteren Brüder (im Krieg gefallen) Auswahlspieler. Nach dem Krieg kam er durch Freunde nach Göppingen und wohnte zusammen mit seinen beiden jüngeren Brüdern Gerhard und Achim, die ebenfalls bei FRISCH AUF! spielten, und der Schwester Anni im Vereinsheim. 

1951

Der erste große Erfolg der Jugendarbeit von Dr. Heinrich Zeller war die Württembergische Meisterschaft der A-Jugend im Jahre 1951.

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In dieser Mannschaft standen bereits 5 Spieler – Horst Singer, Erhard Wohletz, Edwin Vollmer, Frieder Weiß, Joachim Pohl – die 3 Jahre später die erste deutsche Meisterschaft im Aktivenbereich erringen sollten. Der Grundstein für die späteren großen Erfolge war der großartige Zusammenhalt dieser Truppe. Dr. Zeller förderte stets das Füreinander und Miteinander in Mannschaft und Verein.

1954

Bernhard Kempa formte aus den Spielern, die aus der erfolgreichen A-Jugend in die Aktivenmannschaft aufrückten, die Mannschaft, die 1954 Deutscher Doppelmeister im Feld und in der Halle wurde. Der Markenname "Die Kempa-Buben" war geboren.

Das Finale im Feld gewann FRISCH AUF! vor 21.000 Zuschauern im Stuttgarter Neckarstadion mit 18:8 gegen den TuS Lintfort. In der Endrunde um die Hallenmeisterschaft wurde vor 7000 Zuschauern in Krefeld zunächst der Favorit und Westmeister RSV Mülheim ausgeschaltet. Und auch der 10:7-Sieg gegen den Finalgegner Polizei SV Hamburg galt damals als Überraschung.

1955

Im Laufe der nächsten Jahre rückten mit Grill, Jarosch, Meister, Schmauder, Pflüger weitere „Buben“ nach. 1955 wurde der Hallentitel verteidigt. Im gleichen Jahr wurden Bernhard Kempa und Horst Singer mit der deutschen Nationalmannschaft als erste Göppinger Weltmeister im Feldhandball. 

1957

Nach dem Vizetitel in der Halle 1957 hängte Bernhard Kempa die Handballschuhe an den Nagel und fungierte fortan nur noch als Trainer. Allerdings schnürte er im Sommer nochmals die Schuhe für die Endspiele im Feld und errang mit seinen Buben den zweiten und letzten Titel im Feldhandball. Den 11:9-Finalsieg gegen die SG Leutershausen verfolgten 15.000 Zuschauer im Karlsruher Wildpark-Stadion.

1958

Eine beispiellose Erfolgsserie gelang den Kempa-Buben ab dem Jahr 1958, als bis ins Jahr 1961 hinein vier Mal in Folge der Hallentitel eines Deutschen Meisters errungen werden konnte. Das Finale 1958 gewann FRISCH AUF! gegen den Berliner SV 92 mit 8:5.

1960

FRISCH AUF! Göppingen war 1959 bei der ersten Finalteilnahme im Europapokal an Redbergslid Göteborg gescheitert. 1960 hieß der Gegner im Finale GF Aarhus, nach dem im Halbfinale zuvor Dynamo Bukarest ausgeschaltet wurde.

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Im Paris Stade de Coubertin wurde vor 4000 Zuschauern, darunter 150 deutschen Schlachtenbummlern Aarhus mit 18:13 besiegt.

In dieser Zeit spielte Horst Singer für einige Jahre in Berlin bei BSV 92 und beim Lokalrivalen Turnerschaft. So konnte er 1960 den ersten großen Triumph der Göppinger Handballer nicht miterleben.

In der siegreichen Mannschaft von 1960 standen:

A. Burkhardtsmaier, Grill, Speidel, Meister, Vollmer, Weiß, Jarosch, Röhm, Pohl und Schmauder

Binnen 14 Tagen gelang 1960 FRISCH AUF! Göppingen dabei das Kunststück drei Titel hintereinander zu holen, zum achten Mal die Süddeutsche Meisterschaft, die fünfte deutsche Meisterschaft und zum ersten Mal der Europapokal, damals als die inoffizielle Europameisterschaft bezeichnet. 1960 wurde FRISCH AUF! Göppingen durch seine einmalige Siegesserie als die „erfolgreichste Handballmannschaft der Welt“ bezeichnet.

1961

1961 gewinnt FRISCH AUF! das Endspiel um die deutsche Hallenhandball-Meisterschaft im Berliner Sportpalast mit 5:3 gegen den VfL Wolfsburg. Wichtigste Spieler waren Gerhard Grill, Edmund Meister, Spielmacher Edwin Vollmer und Torwart Anton Burkhardtsmaier. Im Feldhandball scheiterte FRISCH AUF! im Halbfinale mit 17:20 nach Verlängerung gegen den TuS Lintfort. In diesem Jahr gab Bernhard Kempa sein Traineramt an einen seiner „Buben“ – Edwin Vollmer – ab.

1962

Unter der Regie des neuen Trainers Edwin Vollmer konnte der europäische Triumph dann 1962 mit dem verlorenen Sohn Horst Singer wiederholt werden. Im Halbfinale wurde in der Schwarzhalle in Karlsruhe der hohe Favorit Dukla Prag mit 13:8 besiegt. Im Endspiel in Paris hieß der Gegner Partizan Bjelovar, der mit 13:11 bezwungen wurde.

In der siegreichen Mannschaft von 1962 standen:
H. Singer, Röhm, Nau, Speidel, Vollmer, Meister, Pflüger, Grill, Jarosch, W. Burkhardtsmaier, Weiß

1965

Im Laufe der folgenden Jahre ging die Ära der Kempa-Buben langsam zu Ende, auch wenn 1965 nochmals der Hallentitel errungen wurde. Die Buben waren langsam in die Jahre gekommen. Es erfolgte der Einbau neuer Spieler und als Tiefpunkt wurde 1966 die Qualifikation für die neu gegründete Bundesliga verpasst. Trainer Edwin Vollmer trat daraufhin zurück, Bernhard Kempa übernahm wieder das Ruder.

1967

Nach dreijähriger Bauzeit wird die Hohenstaufenhalle Göppingen eingeweiht. Endlich hatte der „Meister ohne Halle“ eine angemessene Spielstätte und dabei gleich eine der schönsten Ballspielhallen Deutschlands.

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Nachdem die Heimspiele bis dahin in anderen Hallen der Region ausgetragen werden mussten, hatte FRISCH AUF! jetzt endlich seinen eigenen Handball-Tempel mit einem Fassungsvermögen von etwa 4000 Zuschauern. Im gleichen Jahr gelingt der Aufstieg in die 1. Liga.

1970

Die Ära der Kempa-Buben hatte in den 50er und 60er-Jahren insgesamt 9 Deutsche Meisterschaften und 2 Europapokalsiege eingebracht. Und was man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann: Die Spieler der ersten Ära waren alle „Einheimische“.

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In den Jahren 1970 und 1972 folgten noch zwei weitere Meistertitel in der Halle. Der 22:18-Finalsieg 1970 gegen den Titelverteidiger und hohen Favorit VfL Gummersbach mit seinem Star Hansi Schmidt glich einer Sensation. In der ausverkauften Frankfurter Festhalle waren damals 11.200 Zuschauer. Schlüsselspieler in der von Bernhard Kempa trainierten FRISCH AUF!-Mannschaft waren damals Horst Singer, Max Müller, Peter Bucher, Uwe Rathjen und der Österreicher Christian Patzer.

1972

FRISCH AUF! belegte nach Ende der Saison 1971/72 in der damaligen Bundesliga Süd den ersten Platz. Bei 14 Partien in der Runde der Staffel Süd wurden nur 2 Spiele verloren. Dies bedeutete, dass FRISCH AUF! für die Halbfinalspielrunde qualifiziert war. 

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Ebenso waren für diese Runde der TV Großwallstadt (2.ter der Staffel Süd) sowie Gummersbach (1. Gruppe Nord) und der THW Kiel (2.ter Nord) qualifiziert.

Im Halbfinale standen sich also FRISCH AUF! und der THW Kiel sowie, Großwallstadt und Gummersbach gegenüber. Diese Halbfinale wurden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Göppingen verlor sein Hinspiel mit 11:12 in Kiel, beim Rückspiel in der Hölle Süd musste die Verlängerung herhalten, bis endlich der Finalist gekürt werden konnte. Göppingen gewann mit 16:14 nach Verlängerung gegen Kiel und spielte somit gegen den VfL Gummersbach, der den TV Großwallstadt besiegte (15:18; 17:10).

Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1972 fand am 31.1.1972 in Böblingen statt. Gummersbach nahm am Anfang das Heft in die Hand und ging mit 6:3 in Führung. Da sich Uwe Rathjen in der 16. Minute  am Knöchel verletzte, sah es nicht sehr gut aus. Trotzdem schaffte FRISCH AUF! es bis zur Halbzeit noch zum 7:7. Nach der Halbzeit stand dann wieder Uwe Rathjen im Tor. Er hatte sich in der Pause eine Spritze geben lassen. Von nun an entwickelte er sich zum Matchwinner. FRISCH AUF! gewann das Spiel am Ende mit 14:12. In der siegreichen Mannschaft von 1972 unter Trainer Edmund Meister standen:
Paul Epple, Walter Pflüger, Armin Eisele, Christian Patzer, Max Müller (Kapitän), Peter Bucher, Jürgen Schweikardt, Werner Fischer, Werner Arndt, Uwe Rathjen, Detlef Gross, Hans Brodbeck und Frank Wohlrabe, Trainer Edmund Meister

1973

FRISCH AUF! unterliegt – nach einem Halbfinalsieg gegen Grünweiß Dankersen - in einem denkwürdigen und harten Finale vor 12.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle dem VfL Gummersbach mit 18:21. Und im gleichen Jahr scheitert die Mannschaft von Trainer Edmund Meister im Europapokal der Landesmeister im Viertelfinale mit 19:13 / 13:21 an Hellas Stockholm und den dort eingesetzten ostdeutschen Schiedsrichtern.

1974

FRISCH AUF! wird Zweiter in der Bundesliga Süd und scheitert anschließend im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft am westdeutschen Traditionsverein TuS Wellinghofen. Erstmals spielt dabei mit Geir Hallsteinsson ein isländischer Nationalspieler bei FRISCH AUF!. Ihm sollten in den folgenden Jahren mit dem Brüderpaar Olafur und Gunnar Einarsson weitere Landsmänner folgen.

1979

FRISCH AUF! spielte Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre eine stabile Rolle in der 1. Bundeliga. 1979 und 1981 gelangen unter den Trainern Trainer Erwin Blum und Wolf-Dieter Nagel tolle 4. Plätze im Endklassement. Bekannte Spieler in dieser Zeit waren Willi Weiß, Rolf Schlögl, Arnulf Dümmel, Walter Salzer, Rudi Molitor und Peter Bucher.

1981

Zur Saison 1981/82 gelang den FRISCH AUF!-Verantwortlichen mit dem polnischen Nationalspieler Jerzy Klempel eine Neuverpflichtung, die den Göppinger Handball in den folgenden Jahren prägen sollte.

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Einerseits warf der Weltklasse-Linkshänder zielgenaue Treffer in Serie, was ihn mehrere Jahre zum Torschützenkönig der Liga machte, andererseits ist damit aber auch ein dunkles Kapitel in der Göppinger Handballgeschichte verbunden. Aus privaten Streitigkeiten heraus wird der Spielervertrag FRISCH AUF!/Klempel öffentlich und der DHB bestraft FRISCH AUF!, obwohl auch andere Vereine inzwischen Profispieler beschäftigen, wegen des Verstoßes gegen den Amateurstatus mit dem Zwangsabstieg.

1984

FRISCH AUF! spielt die Saison 1984/85 nach dem Zwangsabstieg in der 2. Bundesliga Süd. Die Mannschaft war aber weitgehend zusammengeblieben und schafft den sofortigen Wiederaufstieg. Vier weitere Jahre hält sich FRISCH AUF! anschließend noch in der 1. Bundesliga und legt in der Saison 1987/88 unter Trainer Zdravko Miljak mit dem 7. Platz noch einmal eine gute Endplatzierung hin. 

1989

In der Saison 1988/89 musste FRISCH AUF! der zunehmenden Professionalisierung der Liga bei gleichzeitig eigenen finanziellen Problemen Tribut zollen und stieg am Saisonende als Tabellen-Dreizehnter ab. Der Abstieg traf die Fans hart. Die Ursachen für die sich anschließende zwölfjährige Zweitklassigkeit lagen aber vor allem im wirtschaftlichen und strukturellen Bereich, obwohl die treuen Fans FRISCH AUF! stets den Rücken stärkten.

1994

Eine Spielgemeinschaft mit Scharnhausen verhinderte den Abstieg in die Regionalliga. FRISCH AUF! stand sportlich eigentlich als Zweitligaabsteiger fest und der TSV Scharnhausen war nach seinem gleichzeitigen Abstieg aus der 1. Liga finanziell am Ende. Die Zusammenarbeit der beiden Vereine klappte zwei Jahre lang. Im dritten Jahr kündigte der TSV die Spielgemeinschaft. Aus dem Scheitern dieser "Zweck-Ehe" entstand die Kraft einer eigenständigen und neuen Initiative für Erstliga-Handball in Göppingen. 

1997

Weitere vier Jahre Aufbauarbeit waren nach dem Einstieg von Gerd Hofele, Alexander Kolb und Andreas Schweickert in das Management des Traditionsvereinss nötig, um neben dem Abbau von Schulden eine erstligareife Mannschaft zu formen. Trainer Christian Fitzek hatte die Mannschaft im Aufstiegsjahr richtig gemischt: Neben erfahrenen Spielern wie Marc Nagel und Aleksandar Knezevic wirbelten junge Wilde wie die Publikumslieblinge Bruno Souza und Pascal Morgant. In der Saison 1999/2000 knapp in der Relegation gescheitert, marschierte FRISCH AUF! in der Saison 2000/2001 souverän in die 1. Liga.

2001

Zu Beginn der ersten Erstliga-Saison stießen mit Jaume Fort, David Szlezak und Jörn Schläger hochkarätige Neuzugänge hinzu. Der "wilde Süden" erlebte einen Traumstart mit unvergesslichen Punktgewinnen gegen Lemgo und Flensburg. Göppingen war wieder auf der Handball-Landkarte. Und zwei bundesweit übertragene Livespiele aus der Hohenstaufenhalle fanden enorme Zuschauerresonanz. Die Etablierung in der ersten Liga kostete natürlich auch Lehrgeld, aber FRISCH AUF! hatte den Willen, in der Erfolgspur zu bleiben.

2004

Die zweite Stufe wurde mit der Verpflichtung von Trainer Velimir Petkovic gezündet. Er führte das FRISCH AUF!-Team zunächst in das gesicherte Mittelfeld, später in die erweiterte Spitzengruppe der Handball-Bundesliga.

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Um internationale Spitzenspieler wie den tschechischen Nationaltorwart Martin Galia und den isländischen Nationalspieler Jaliesky Garcia baute er auch junge deutsche Talente in die Mannschaft ein und führte das Team 2006 bis in das Finale des Europapokals um den EHF Cup. Dragos Oprea und Christian Schöne etablierten sich zu Stammspielern in der Bundesliga und Michael Kraus führte das Team von der Mittelposition. Er schaffte nicht nur den Sprung ins Nationalteam, sondern trug erheblich zum Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 bei. 

2008

Neben den qualitativ hochwertigen Verpflichtungen von Nationalspielern unterschiedlicher Länder setzt FRISCH AUF! aber weiterhin auf die Integration junger deutscher Spieler, vornehmlich aus dem süddeutschen Raum. Eine große Unterstützung liefert dabei die Handball Akademie Göppingen, die mit der Funktion eines DHB- und HVW-Stützpunkts versehen, qualitativ hochwertiges und vereinsübergreifendes Training für Jugend- und Juniorenauswahlspieler anbietet.

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Die Junioren-Nationalspieler Tim Kneule, Kai Häfner und Fabian Gutbrod schaffen so den Sprung in den FRISCH AUF!!-Kader und in die Handball-Bundesliga.

In der Saison 2008/09 gelingt schließlich erneut die Qualifikation für den EHF-Pokal. Mit 42:26 Punkten belegt FRISCH AUF! am Ende einer tollen Saison, die aufgrund der Erweiterung und Modernisierung der Hohenstaufenhalle zur neuen EWS Arena vollständig in der Stuttgarter Porsche Arena gespielt werden muss, einen hervorragenden sechsten Platz in der Abschlusstabelle. Damit gelingt die beste Platzierung seit 1983 (damals 5. von 14 Mannschaften). Leistungsträger des aktuellen Teams sind Torwart Enid Tahirovic, Abwehrchef Dalibor Anusic, Top-Torjäger Dragos Oprea und der beste FRISCH AUF!!-Feldtorschütze Pavel Horak. Kreisläufer Manuel Späth absolviert im Lauf der Saison seine ersten Länderspiele für Deutschland.

2009

Zur Saison 2009/10 kehrt FRISCH AUF! in die EWS Arena nach Göppingen zurück. In modernem Gewand fasst die Spielstätte jetzt 5600 Zuschauer. Schon im ersten Jahr trägt dies zu einer weiteren Verbesserung bei. FRISCH AUF! spielt eine furiose Vorrunde mit berauschenden Heimsiegen gegen einige der stärksten Teams der Liga.

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Am Ende bedeuten 46:22 Zähler einen neuen Punkterekord für die Grün-Weißen und mit Platz 6 die erneute Qualifikation für den Europapokal. Die neu nach Göppingen gekommenen Nationalspieler Michael Haaß und Lars Kaufmann integrieren sich schnell und werden sofort zu Leistungsträgern und Publikumslieblingen. Der Zuschauerschnitt liegt jetzt bei knapp 5000 Zuschauern.

2011

In der Saison 2010/11 gelingt der erste zählbare Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit dem Europapokalsieg im EHF Cup knüpft FRISCH AUF! an die alten Zeiten an und erringt endlich den von allen FRISCH AUF!-Fans sehnlichst erhofften neuen Titel.

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Im Finale wird  - nach einer erfolgreichen Europatournee durch Schweden (Alingsas), Mazedonien (Metalurg Skopje), Slowenien (Velenje) und Spanien (Naturhouse La Rioja) - Liga-Konkurrent TV Großwallstadt gleich zweimal bezwungen. Nach einem denkbar knappen 23:21-Heimsieg im Final-Hinspiel gelingt der entscheidende 30:26-Sieg in Elsenfeld am 21.05.2011. Der Einzug in das Final Four des DHB-Pokals und der abschließende 5. Tabellenplatz in der Liga krönen die erfolgreichste Saison seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2001. FRISCH AUF! und Göppingen feiern den großen Erfolg am Tag darauf mit einem Autokorso und einem Empfang bei Oberbürgermeister Guido Till im Rathaus der Stadt.

Die Mannschaft von Erfolgstrainer Velimir Petkovic bestand aus den Spielern:
Enid Tahirovic, Adam Weiner, Jure Vran (Okt.-Dez. 10), Tim Kneule, Dragos Oprea, Michael Thiede, Christian Schöne, Manuel Späth, Lars Kaufmann, Drasko Mrvaljevic, Miladin Kozlina (Feb.-Jun. 11), Dalibor Anusic, Michael Haaß, Kai Häfner, Fabian Gutbrod, Maximilian Schubert, Pavel Horak. 

2012

Die Saison 2011/12 bringt schließlich die Wiederholung und damit auch die Bestätigung des Europapokalsiegs vom Vorjahr. 

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Nach zwei klaren Erfolgen gegen Tatabanya (Ungarn) und Odorheiu Rumänien) kann FRISCH AUF! gegen den weissrussischen Meister Dinamo Minsk, gegen den Cup-Favoriten Rhein-Neckar Löwen und gegen den französischen Spitzenclub Dunkerque HB jeweils den Heimvorteil im Rückspiel nutzen.

Dreimal steht die EWS Arena Kopf. Im Finale holt FRISCH AUF! in Nordfrankreich zunächst ein 26:26-Unentschieden und machte den Triumph dann mit einem 34:28-Heimsieg am 24.05.2012 klar. Der Jubel kennt keine Grenzen, als Kapitän Enid Tahirovic den EHF Cup - übrigens bei seiner letzten Austragung vor der Verschmelzung mit dem Pokalsiegerwettbewerb - in die Höhe stemmt. Mit diesem Erfolg werden die teilweise unkonstanten Leistungen in den nationalen Wettbewerben - in der HBL wird die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic am Ende 8. - mehr als kompensiert.

Die Europapokalsieger des Jahres 2012 heißen
Enid Tahirovic, Bastian Rutschmann, Tim Kneule, Dragos Oprea, Michael Thiede, Christian Schöne, Manuel Späth, Drasko Mrvaljevic, Felix Lobedank, Mitar Markez, Dalibor Anusic, Michael Haaß, Momir Rnic, Maximilian Schubert, Bozidar Markicevic (Feb.-Juni 12) und Pavel Horak. 

2013

Als Titelverteidiger zieht FRISCH AUF! in den neuen EHF Cup der Saison 2012/13 ein. Durch zwei Siege gegen Meshkov Brest (Weissrussland) erreicht FRISCH AUF! anschließend die neu geschaffene, attraktive Gruppenphase. Gegen Koper (Slowenien), Eskilstuna (Schweden) und Naturhouse La Rioja gelingt mit 10:2 Punkten der Gruppensieg.

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Im Viertelfinale wird Maribor (Slowenien) mit viel Glück und einem Last-Second-Goal ausgeschaltet. Damit erreicht FRISCH AUF! das erstmals ausgetragene Final Four-Turnier des EHF Cups im französischen Nantes, unterliegt dort aber den Rhein-Neckar Löwen im Halbfinale und Tvis Holstebro im Spiel um Platz 3. Mit Spielmacher Tim Kneule wird ein weiterer FRISCH AUF!-Spieler in die deutsche Handball-Nationalmannschaft berufen. Die nicht von Erfolg gekrönte Saison 2013/14 stellt eine Zäsur in der jüngeren Vereinsgeschichte dar. Zeitweilig gerät FRISCH AUF! in Abstiegsgefahr. Die Vereinsverantwortlichen entscheiden sich im Zuge des Klassenerhalts für einen sportlichen Neubeginn.

2014

In die Saison 2014/15 startet die FRISCH AUF!-Mannschaft mit neuer Ambition und vor allem mit dem neuen Trainer Magnus Andersson, dem früheren schwedischen Weltklasse-Mittelmann. In seiner Mannschaft sind Primoz Prost, Zarko Sesum, Michael Kraus, Manuel Späth und Tim Kneule die Führungsspieler.

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Eine insgesamt sehr homogen auftretende Mannschaft erreicht zur Überraschung aller, aber dank der zurückgewonnenen Heimstärke und der respektablen Auswärtsbilanz nicht unverdient, einen tollen 5. Platz im Endklassement und qualifiziert sich so für den EHF-Cup der Saison 2015/16. Zum Saisonende verabschiedet FRISCH AUF! mit Dragos Oprea und Christian Schöne zwei langjährige und außerordentlich verdiente Spieler. 

2016

Mit dem mehr als verdienten Titelgewinn im EHF Cup 2015/16 holt Trainer Magnus Andersson mit seinen Spielern schon im zweiten Jahr seiner jungen Zeit bei FRISCH AUF! einen wertvollen Pokal nach Göppingen und gründet zusammen mit Verein und Mannschaft eine neue Ära. „Mit diesem Titel setzt FRISCH AUF!“, so Trainer Magnus Andersson, „seine große Tradition fort.“ FRISCH AUF! hat mit dem fünften Gewinn eines Europapokals in Nantes einen wichtigen Meilenstein zur Erfolgsgeschichte des Vereins hinzugefügt.

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In der Gruppenphase brachte die Auswärtsniederlage in Holstebro zunächst „Druck auf den Kessel“, aber dank der Heimsiege gegen Nantes und Holstebro gelang der Viertelfinal-Einzug letztlich deutlich. Im Viertelfinale konnte mit dem deutschen Ligakonkurrenten SC Magdeburg eine der stärksten Gegner des Wettbewerbs verdient ausgeschaltet werden. Im Hinspiel gegen den späteren Deutschen Pokalsieger 2016 gelang es in der Schlussphase, einen Sechs-Tore-Sieg zum 31:25 herauszuwerfen. Im Rückspiel in des Gegners Halle überstand das FRISCH AUF!-Team eine schwierige Phase beim 7-Tore-Rückstand und konnte dann zum Endergebnis von 27:29 aufholen.

Auch im Final Four in Nantes (Frankreich) musste sich FRISCH AUF! erst einmal aus einer schwierigen Situation befreien. Wie dies im Halbfinale am Samstag nach 9:14-Pausenrückstand gelang, führte neben dem 28:25-Sieg gegen starke Spieler aus dem französischen Chambery auch zu großem Selbstvertrauen für das Finale am Sonntag. Gegen den Gastgeber HBC Nantes waren die Lehren aus den beiden Gruppenphasen-Spiele besonders wertvoll. Gegen die offensive Abwehrformation von HBC fand Trainer Magnus Andersson die richtigen Mittel, und vor allem Daniel Fontaine und der beste Spieler des Abends Tim Kneule wussten ihre Angriffsstärken im 1:1 perfekt einzusetzen. Ihre Treffer und die von Zarko Sesum und Marcel Schiller sowie die Paraden von Torwart Primoz Prost versetzten die Zuschauer in der Halle nicht nur einmal in Staunen.

Der erneute Titelgewinn wird umso wertvoller, als er gleichzeitig die Qualifikation für den EHF Cup der neuen Saison mit sich bringt. Über die Liga wäre FRISCH AUF! dies wohl nicht mehr gelungen. FRISCH AUF! zieht neben dem Tabellenvierten MT Melsungen und dem DHB-Pokalsieger SC Magdeburg in den nächsten EHF Cup ein und wird sogar auf Position 1 der Setzliste geführt. Die Liga-Saison schließt FRISCH AUF! trotzdem erfolgreich ab und wird am Ende Tabellensechster. Die Europapokalsieger 2016 sind

Niclas Barud, Andreas Berg, Daniel Fontaine, Anton Halen, Lars Kaufmann, Tim Kneule, Michael Kraus, Thomas Kristensen, Felix Lobedank, Kevynn Nyokas, Adrian Pfahl (Feb.-Jun. 2016), Primoz Prost, Daniel Rebmann, Marco Rentschler, Bastian Rutschmann, Marcel Schiller, Jona Schoch, Christian Schöne, Zarko Sesum, Manuel Späth, Peter Tatai (Feb.-Jun. 2016).

2017

In der Saison 2016/2017 gelingt, wie schon im Jahr 2012, die erneute Titelverteidigung im EHF Cup, dieses Mal in dem seit 2013 durchgeführten neuen Format mit Finalturnier. Und nicht nur das, FRISCH AUF! ist perfekter Gastgeber der LIQUI MOLY EHF Cup Finals 2017 und gewinnt den Europapokal in der heimischen EWS Arena Göppingen vor einem entfesselt anfeuernden Heimpublikum. Zur Überraschung aller gewinnt FRISCH AUF! unter Trainer Magnus Andersson am Ende einer schwierigen Bundesligasaison, die auf dem 10. Platz endet, sowohl das Halbfinale gegen den Bundesligafünften SC Magdeburg mit 33:29 als auch das Finale gegen den Bundesligavierten Füchse Berlin mit 30:22 deutlich. 

Den EHF Cup 2017 recken folgende Spieler in die Höhe: Niclas Barud, Andreas Berg, Joschua Braun, Daniel Fontaine, Anton Halen, Sebastian Heymann, Lars Kaufmann, Tim Kneule, Adrian Pfahl, Primoz Prost, Daniel Rebmann, Marco Rentschler, Bastian Rutschmann, Marcel Schiller, Jona Schoch, Christian Schöne, Jens Schöngarth, Zarko Sesum, Manuel Späth.